BÜRGERSCHÜTZENVEREIN ST. ANTONIUS E.V. 1930 MEPPEN        

 

 

Gründung 1930

 

Die Geschichte der Vereinsführung im Jahre 1930

 

Die Tradition zu wahren und zu pflegen, Eintracht und Gemeinsinn zu leben, den aktiven Schießsport zu betreiben und zu fördern, war und ist immer noch das Ziel unseres Bürgerschützenvereins. Die bisherige Geschichte zeigt in bemerkenswerter Weise diese Entwicklung auf. Der wichtigste Meilenstein unserer Vereinsgeschichte stellt die Vereinsgründung im Jahre 1930 dar.

Nach einer Unterschriftensammlung durch die Bürger Peters, Sibum, Eckelhoff, Boven und Thole wurde eben für diesen 5. Juli 1930 eine Versammlung einberufen, die in der Gastwirtschaft Höfter stattfand. Sie wurde von Wilhelm Wewers mit dem Hinweis auf den Zweck dieser Zusammenkunft eröffnet. In dieser Zusammenkunft wurde einstimmig beschlossen, den Schützenverein “Sankt Antonius” zu gründen. An diesem Tag des 5. Juli 1930 wurde auch gleich der erste Vorstand gewählt.

Ihm gehörten an:

Johann Altmeppen-Többen – 1. Vorsitzender
Heinrich Hüer – stellvertretender Vorsitzender
Heinrich Thole – Schriftführer
Georg Höfter – 1. Kassierer
Wilhelm Wewers – stellvertretender Kassierer
sowie als Beisitzer Wilhelm Schütte, Anton Letterhaus und Hermann Eckelhoff

 

Schon eine Woche später in der ersten Vorstandssitzung am 12. Juli 1930 wurde die neue Satzung geboren.Hier ein Auszug aus den damals wichtigen Punkten der ersten Vorstandssitzung:

 

Im § 2 der Satzung sollte das Vereinsgebiet festgelegt werden. Es gehörten dazu: Kuhstraße, Lingener Straße, Markstiege, Wallstraße, Süd-Ost-Wall, Kanalstraße, Nagelshof, Hinterstraße, Burgstraße, Gymnasialstraße, Domhof und Nödike.
Um zu vermeiden, daß die Vereinsmitglieder um den Markt herum zuviel Einfluß nehmen konnten, enthielt die Satzung im § 5 die Bestimmung, daß von den zehn Vorstandsmitgliedern nur zwei aus dem Bezirk nördlich der Propsteikirche stammen durften. Die übrigen acht mußten aus dem Bereich südlich der Kirche gewählt werden.

 

 

 

Auch der Mitgliedsbeitrag von 1,- Reichsmark jährlich wurde festgelegt. Der Beitrag konnte mit 20 Pfennig monatlich bezahlt werden. Rechts die Eintrittserklärung von Bernhard Voss jun., Markstiege, Eintritt 05.07.1930

 

 

 

 

 

Der 24. August 1930 sollte der erste Termin für das erste Schützenfest sein. Gefeiert werden sollte in den Anlagen der Schankwirtschaft Finkenbrink, die auch die Verwaltungskosten, die fälligen Steuern sowie die Beschaffung des Festzeltes für 110,- Reichsmark übernahm.
Der Verein stellte lediglich kostenlos Helfer für den Transport, Aufstellung und Abbau des Zeltes zur Verfügung. Dem Schützenverein verblieben die Einnahmen aus dem Verkauf von Eintritts- und Tanzkarten sowie vom Königsschießen. Das Preisschießen hingegen blieb voll und ganz dem Festwirt überlassen.
Auf der ersten Hauptversammlung des Schützenvereins am 20. Juli 1930 in der Gastwirtschaft Lampen wurde zunächst der Vereinsvorstand vervollständigt.
Zum 2. Schriftführer wählte die Versammlung H. Wester und zu den erforderlichen vier “Führern” die Schützenbrüder Sanders, Boven, Sibum und Telgen.
Zum Fähnrich (Fahnenträger) wurde Heinrich Boven senior und zu seinen Begleitern W. Eilers und Josef Altmeppen ernannt.

 

Ein sehr interessanter Zeitungsausschnitt zum 25-jährigen Jubelschützenfest vom 21. Mai 1955 konnte im Archiv gesichert werden. Danke !